Sections
Sektionen
Uni-Logo
Sektionen
Sie sind hier: Startseite Service A-Z Kündigung (§§ 30 + 34 TV-L)
Artikelaktionen

Kündigung (§§ 30 + 34 TV-L)

Durch eine Kündigung wird das Arbeitsverhältnis beendet. Die Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung.

Wenn die dienstlichen Verhältnisse es zulassen, ist stattdessen eine Auflösungsvereinbarung zu einem von beiden Parteien akzeptierten Zeitpunkt möglich – ohne Einhaltung der Kündigungsfrist.

Wenn eine Vertragsbeendigung durch Kündigung oder Auflösungsvereinbarung seitens der Einrichtung notwendig erscheint, so schalten Sie bitte sofort das Personaldezernat ein.

Das gilt auch schon vorher bei Störungen im Leistungs-/Verhaltensbereich, z.B. mangelhafte Leistung, häufiges Zuspätkommen usw. Hier ist vor Ausspruch einer ordentlichen Kündigung mindestens eine schriftliche Abmahnung erforderlich. In einigen Fällen kann jedoch auf eine Abmahnung verzichtet werden, z.B. wenn

  • der Verstoß des/der Beschäftigten so schwerwiegend ist, dass er nicht damit rechnen kann, dass der Arbeitgeber sein Verhalten tolerieren wird (Bsp.`e: sexuelle Belästigung gegenüber Kolleginnen, Diebstahl im Betrieb),
  • der Vertrauensbereich gestört ist, etwa durch eine Unterschlagung.
     

Hier ist eine außerordentliche, d.h. fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung möglich.

 

Formen der Kündigung:

Ordentliche Kündigung (d.h. unter Einhaltung der Kündigungsfrist) durch den Arbeitgeber:

  • betriebsbedingte Kündigung
  • personenbedingte Kündigung
  • verhaltensbedingte Kündigung

 

Die ordentliche Kündigung kann auch durch den/die Beschäftigte/n – bei Einhaltung der Kündigungsfrist – ausgesprochen werden.

  • Außerordentliche Kündigung (d.h. fristlos) durch den Arbeitgeber
  • Änderungskündigung: Hierfür ist die Zustimmung des/der Beschäftigten erforderlich.

 

Kündigungsfristen:

Die Kündigungsfrist beträgt bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis und bei einem befristeten Arbeitsverhältnis als akadem. Mitarbeiter/in oder als „Arbeiter/in“ (§ 34 TV-L):

  • bis zum Ende des 6. Monats seit Beginn des Arbeitsverhältnisses
2 Wochen zum Monatsschluss,
 

bis zu einem Jahr

ein Monat zum Monatsschluss,

von mehr als einem Jahr

6 Wochen,

von mindestens 5 Jahren

3 Monate,

von mindestens 8 Jahren

4 Monate,

von mindestens 10 Jahren

5 Monate,

von mindestens 12 Jahren

6 Monate

zum Schluss eines Kalendervierteljahres.

 

 

 

Die Kündigungsfrist beträgt bei einem befristeten Arbeitsverhältnis eines/r nicht‑akadem. Mitarbeiters/Mitarbeiterin (§ 30 TV-L):

  • bis zum Ablauf der Probezeit
2 Wochen zum Monatsschluss,
  • in einem oder mehreren aneinandergereihten Arbeitsverhältnissen bei demselben Arbeitgeber
 

von insgesamt mehr als 6 Monaten

4 Wochen zum Schluss eines Kalendermonats,

von insgesamt mehr als einem Jahr

6 Wochen zum Schluss eines Kalendermonats,

von insgesamt mehr als 2 Jahren

3 Monate zum Schluss eines Kalendervierteljahres,

von insgesamt mehr als 3 Jahren

4 Monate zum Schluss eines Kalendervierteljahres.

 

Nach Ablauf der Probezeit ist eine ordentliche Kündigung nur zulässig, wenn die Vertragsdauer mindestens 12 Monate beträgt.

 

Unkündbarkeit:

Arbeitsverhältnisse von Beschäftigten, die das 40. Lebensjahr vollendet haben, können nach einer Beschäftigungszeit von mehr als 15 Jahren durch den Arbeitgeber nur aus einem wichtigen Grund gekündigt werden.

Soweit Beschäftigte nach den bis zum 31.10.2006 geltenden Tarifregelungen unkündbar waren, bleiben sie unkündbar.

 

Bitte beachten:

Bei einer Kündigung durch den/die Beschäftigte/n kann je nach Kündigungsgrund bei anschließender Arbeitslosigkeit eine Sperrfrist für das Arbeitslosengeld erfolgen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Personaldezernat.

zuletzt verändert: 04.03.2015
Benutzerspezifische Werkzeuge