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Zoll und Einfuhrabgaben (Einfuhr ins Gemeinschaftsgebiet)

1. Allgemein

Bei der Einfuhr von Waren aus einem Drittland muss beim Zollamt eine Zollanmeldung abgegeben werden.

Für alle von der Universität Freiburg bezogenen Waren, die nicht einfuhrabgabenfrei sind, müssen bei der Einfuhr aus einem Drittlandgebieten in das Gemeinschaftsgebiet Einfuhrabgaben entrichtet werden.
Das Gemeinschaftsgebiet bezeichnet das Gebiet der Europäischen Gemeinschaft (EU- Mitgliedstaaten). Drittländer sind die Staaten, die nicht der EG angehören (z.B. Schweiz).

2. Einfuhrabgaben

Der Gesamtbetrag an Einfuhrabgaben kann sich dabei aus folgenden Abgabenarten zusammensetzen: 

  • Zoll für alle eingeführten Waren,
  • Verbrauchsteuern, dazu zählen Energiesteuer, Tabaksteuer, Branntweinsteuer, Alkopopsteuer, Biersteuer, Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer und Kaffeesteuer, für alle verbrauchsteuerpflichtigen Waren und
  • Einfuhrumsatzsteuer für alle eingeführten Waren.

3. Verfahren der Abgabenfestsetzung

Die Einfuhrabgaben werden abhängig von Warenwert, Warenmenge und dem Charakter der Sendung nach zwei verschiedenen Methoden berechnet:

  • Pauschalierung der Einfuhrabgaben
  • Abgabenerhebung nach dem Zolltarif

Die Pauschalierung findet Anwendung bei der Einfuhr von Waren:

  • in Sendungen nichtkommerzieller Art,
  • deren Einfuhren gelegentlich erfolgt,
  • die von einer Privatperson in einem Drittland (ausgenommen Helgoland) an eine andere Privatperson im Zollgebiet der Gemeinschaft gesandt werden,
  • die ausschließlich zum persönlichen Gebrauch oder Verbrauch im Haushalt des Empfängers bestimmt sind,
  • die der Empfänger vom Absender ohne irgendeine Bezahlung erhalten hat und
  • deren Wert den Betrag von 700 Euro nicht übersteigt, 

Für die Feststellung, ob Pauschalierungsgrenzen eingehalten oder überschritten werden, ist der Warenwert einschließlich der ausländischen Umsatzsteuer maßgebend.

Die pauschalierten Einfuhrabgabensätze umfassen alle Steuerarten, also Zölle, Einfuhrumsatzsteuer und die besonderen Verbrauchsteuern wie z.B. die Tabak- oder Kaffeesteuer. Der pauschalierte Regelabgabensatz beträgt 17,5 % vom Warenwert. Bei präferenzberechtigten Waren beträgt der pauschalierte Abgabensatz 15 % vom Warenwert. Für hochsteuerbare Waren sind besondere pauschalierte Abgabensätze festgelegt.

Der Warenempfänger ist berechtigt, die Anwendung der pauschalierten Abgabensätze abzulehnen und stattdessen die Erhebung nach dem Zolltarif und den eventuell in Betracht kommenden Steuergesetzen zu beantragen.

Kommt eine Pauschalierung nicht in Betracht, da die Voraussetzungen nicht gegeben sind oder die Pauschalierung vom Zollanmelder abgelehnt wird, ermittelt sich die Summe der zu zahlenden Abgaben aus den einzelnen getrennt voneinander berechneten Einfuhrabgaben (Zoll, Verbrauchsteuern und Einfuhrumsatzsteuer).

Der zu zahlende Zollbetrag ergibt sich aus dem Zollwert der Ware und dem entsprechenden Zollsatz. Der Zollwert wird nach den allgemeinen zollwertrechtlichen Vorschriften ermittelt.

Die zu erhebenden Verbrauchsteuern errechnen sich grundsätzlich anhand der mitgebrachten Warenmenge und des entsprechenden Verbrauchsteuersatzes.

Bemessungsgrundlage für die Einfuhrumsatzsteuer ist der Zollwert zuzüglich des Zollbetrags und bei verbrauchsteuerpflichtigen Waren auch zuzüglich der anfallenden Verbrauchsteuern. Der Einfuhrumsatzsteuersatz beträgt zurzeit 19 %. Für einige Waren - wie beispielsweise Lebensmittel oder Bücher - gilt ein ermäßigter Steuersatz von 7 %. Die Einfuhr kann jedoch unter gewissen Voraussetzungen von der Einfuhrumsatzsteuer befreit sein.

Einfuhrabgaben von weniger als 5 Euro (im Reiseverkehr weniger als 3 Euro) werden nicht erhoben.

Weitere Informationen zum Verfahren der Abgabenfestsetzung im Postverkehr erhalten Sie auf der Seite des Zolls.

4. Einfuhrabgabenbefreiung

Einfuhrabgabenbefreit sind unter anderem Sendungen einer Privatperson an eine Privatprivatperson (bis zu einem Warenwert von 45 €), Sendungen mit geringem Wert (Einzelpostsendungen mit Waren, deren Gesamtwert nicht höher ist als 22 Euro) und Rücksendungen.

5. Zollbefreiung

Beispiele für Zollbefreiungen: 

  • Gegenstände erzieherischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Charakters; wissenschaftliche Instrumente und Apparate
  • Instrumente und Apparate zur medizinischen Forschung, Diagnose oder Behandlung
  • zu Prüfungs-, Analyse- oder Versuchszwecken eingeführte Waren
  • Ausstattung, Schulmaterial und andere Gegenstände von Schülern und Studenten
  • Warenmuster und -proben von geringem Wert
  • Treib- und Schmierstoffe in Straßenkraftfahrzeugen und Spezialcontainern

Nähere Informationen und die benötigten Formulare zur Anwendung der Zollbefreiungen finden Sie auf der Seite des Zolls.

6. Das Zollverfahren

Bei der Einfuhr in das Gemeinschaftsgebiet sind die Waren grundsätzlich durch den Warenempfänger zu einem Zollverfahren anzumelden, damit er über diese in der von ihm beabsichtigten Weise verfügen darf. Die Anmeldung erfolgt durch die Abgabe einer Zollanmeldung bei einer Zollstelle.

Die Zollabfertigung kann jedoch auch von Speditionen oder Kurierdiensten im Namen des Warenempfängers durchgeführt werden. Die dadurch entstehenden Kosten werden anschließend von der Spedition an den Warenempfänger weitergegeben.

7. Zollnummern

Mit der Zollanmeldung wird die Absicht bekundet, eine Ware in ein bestimmtes Zollverfahren überzuführen. Die Angabe einer Zollnummer ist verbindlich vorgeschrieben.
Die EORI-Nummer besteht in Deutschland aus der Zollnummer, ergänzt um ein zweistelliges Länder-Präfix ("DE").

Die Zollnummer dient zur eindeutigen Bezeichnung der Anmelder bzw. deren Vertreter, Ausführer, Versender sowie der Hauptverpflichteten. Die Verwendung der Umsatzsteuer- Identifikationsnummer kommt vorerst nicht in Betracht.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet

Die  (Hauptsitz-)EORI-Nummer der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg lautet: DE1112988

Die alten, für die nicht rechtsfähigen Unternehmenseinheiten (Institute/Einrichtungen) erteilte EORI-Nummern wurden zum Jahresbeginn 2017 vom Stammdatenmanagements des Zolls beendet und vom Zoll Niederlassungsnummern vergeben. Somit können die alten EORI-Nummern nicht mehr verwendet werden. Die Identifizierung erfolgt ausschließlich über die Hauptsitz-EORI-Nummer (und ggf. über die jeweils vergebene Niederlassungsnummer). Eine Niederlassungsnummer ist nicht zwingend erforderlich.

Für den Antrag einer weiteren Niederlassungsnummer kann das abrufbare Formular "Beteiligte – Stammdaten" verwendet werden.

Bitte geben Sie die Firmenbezeichnung wie folgt an:

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut / Einrichtung

Jede Einrichtung ist selbständig für die rechtzeitige Beantragung einer Zollnummer (Niederlassungsnummer) und für die Zollabwicklung zuständig.

Bitte achten Sie darauf, dass je Universitätseinrichtung (z.B. Institut) nur eine Niederlassungsnummer beantragt wird.

Nach Erhalt der Zollnummer teilen Sie diese – zum Zwecke der zentralen Erfassung – an die Leitung der Universitätskasse mit.

8. Handling

Damit die Zollrechnung einer Bestellung zugeordnet werden kann, muss die Spedition bei einer Bestellung über SRM die SAP-Bestellnummer angeben. Auf der Bestellung in SRM ist für den Lieferant die EORI-Nummer der Universität angedruckt.

In allen anderen Fällen ist die Rechnung an Ihre Einrichtung zu adressieren und mit dem Kontierungsblatt Kreditoren "UK-A" an uns zu senden.

zuletzt verändert: 15.03.2017
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