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Werkverträge

Ein Werkvertrag wird abgeschlossen, wenn der Auftragnehmer von der Universität verpflichtet werden soll, ein genau bezeichnetes Arbeitsergebnis selbständig, eigenverantwortlich und unter Einsatz eigener Arbeitsmittel/Fachkenntnisse herbeizuführen. Es darf sich nicht um eine allgemein laufende Tätigkeit handeln. Werkverträge mit Beschäftigten der Universität sind ausgeschlossen.

Folgendes ist zu beachten:

  • Werkverträge sind unbedingt vor Aufnahme der im Vertrag vorgesehenen Leistungen (Werk) abzuschließen. Sie sind der Universitätsverwaltung zur Prüfung vorzulegen. Der Antrag auf Genehmigung (P478) ist zusammen mit dem Werkvertrag bei der Universitätsverwaltung einzureichen.

  • Die Universitätsverwaltung prüft den Werkvertrag. Bei Zustimmung kann, wenn das Werk erbracht wurde, die Auszahlung vorgenommen werden. Die Auszahlungsanordnung ist dann direkt mit dem geprüften Werkvertrag, der Rechnung und einer Kopie der Genehmigung an die Unikasse zu leiten.

  • Wurden Teilvergütungen vereinbart, ist der Werkvertrag, wenn dieser einmal geprüft und diesem zugestimmt wurde, der Universitätsverwaltung nicht mehr vorzulegen. Teilvergütung nur, wenn Teilleistungen vereinbart und erbracht wurden.

  • Mit Bediensteten der Universität dürfen keine Werkverträge geschlossen werden.

  • Der jeweilige Auftraggeber des Werkvertrages überprüft, ob es sich evtl. um eine Scheinselbständigkeit (siehe Checkliste) bzw. um ein "abhängiges Dienstverhältnis" handeln könnte. Besteht Unsicherheit, muss ein Statusfeststellungsverfahren (bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, 10704 Berlin) eingeleitet werden. Bei einem Werkvertrag ab 2.000,- € ist grundsätzlich ein Statusfeststellungsverfahren durchzuführen.

  • Das genau bezeichnete Arbeitsergebnis ist spätestens bis zu einem fest vereinbarten Ablieferungsdatum zu erbringen.

  • Der Auftragnehmer erhält eine vertraglich vereinbarte Gesamtvergütung, mit der alle etwaigen Nebenkosten abgegolten sind.

    Das Honorar des Auftragnehmers unterliegt nicht dem Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen. Als "freier Mitarbeiter" unterliegt der Auftragnehmer nicht dem Lohnsteuerabzug. Sein Honorar ist einkommensteuerpflichtig; die Steuern sind von ihm selbst abzuführen.

  • Bei Auftragnehmern mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind mit dem Antrag die ggf. erforderlichen aufenthaltsrechtlichen und arbeitserlaubnisrechtlichen Bescheinigungen vorzulegen.

  • Evtl. anfallende Künstlersozialabgaben sind vom Auftraggeber zu übernehmen.

  • Für den Abschluss eines Werkvertrages ist ausschließlich der Vordruck P479a bzw. für Korrekturarbeiten der Vordruck P479 zu verwenden.

  • Zusammen mit dem Werkvertrag ist der Antrag auf Genehmigung des Werkvertrages (P478) einzureichen.

 

Checkliste Scheinselbständigkeit

Mit dieser Checkliste können Sie eine erste Überprüfung hinsichtlich einer Scheinselbständigkeit durchführen. Sind zwei oder mehr der Kriterien erfüllt, kann eine Scheinselbständigkeit vorliegen.

Hinweis: Bei dem Fragebogen handelt es sich um eine Arbeitshilfe, um eine Scheinselbständigkeit besser erkennen zu können. Eine endgültige sachverständige Klärung kann durch ihn nicht ersetzt werden.

    ja
Beschäftigung von Arbeitnehmern Arbeitet der freie Mitarbeiter alleine, ohne Arbeitnehmer?  
Sind ausschließlich geringfügig Beschäftigte für den Subunternehmer tätig (Aushilfen auf 400 €-Basis)?  
Handelt es sich bei den Arbeitnehmern ausschließlich um Familienangehörige? Dazu zählen Großeltern, Eltern, Geschwister, Kinder, Enkel, Pflegekinder und verschwägerte Angehörige.  
 
Bindung an einen Auftraggeber Ist der freie Mitarbeiter faktisch an einen Auftraggeber gebunden? Eine weitere Erwerbstätigkeit ist dem freien Mitarbeiter nicht möglich.  
Macht der freie Mitarbeiter mehr als fünf Sechstel seines Umsatzes mit nur einem Auftraggeber? Verbundene Auftraggeber zählen zusammen, beispielsweise verschieden Unternehmen mit denselben Inhabern.  
 
Arbeitnehmer- typische Arbeitsleistung Ist der freie Mitarbeiter in vergleichbarer Weise in das Unternehmen eingebunden, wie die festangestellten Personen, die dort tätig sind?  
Ist die geschuldete Leistung im Ergebnis vom freien Mitarbeiter persönlich zu erbringen?  
Ist der Arbeitsort des freien Mitarbeiters vom Auftraggeber vorgegeben?  
Ist die Arbeitszeit des freien Mitarbeiters vom Auftraggeber vorgegeben?  
Ist die Art und Weise der Auftragsabwicklung des freien Mitarbeiters vom Auftraggeber vorgegeben?  
 
Unternehmerische Tätigkeit Trägt der freie Mitarbeiter das volle unternehmerische Risiko, es eröffnen sich ihm aber nicht die unternehmerischen Chancen?  
Ist der freie Mitarbeiter an Preisvorgaben gebunden?  
Ist der freie Mitarbeiter an Bezugsquellen gebunden?  
Ist der freie Mitarbeiter in der Entscheidung über Einsatz von Kapital, Personal und Maschinen gebunden?  

Zur Erinnerung: Wenn Sie zwei oder mehr der Kriterien mit ja beantwortet haben, muss ein Statusfeststellungsverfahren eingeleitet werden.


Weitere Fragen beantwortet Ihnen Frau Gehring vom Personaldezernat, Telefon 9022, E-Mail: jeanette.gehring@zv.uni-freiburg.de.

zuletzt verändert: 25.02.2015
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