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Was versteht man unter der Verfassten Studierendenschaft?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter der Verfassten Studierendenschaft die Interessenvertretung von Studierenden verstanden. Während alle eingeschriebenen Studierenden als Gruppe als Studierendenschaft bezeichnet werden, handelt es sich bei der „Verfassten“ Studierendenschaft um eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts – die Verfasste Studierendenschaft ist eine eigenständige Gliedkörperschaft der Universität.

Die größten Veränderungen auf einen Blick

  1. Der Verfassten Studierendenschaft wird ein weitreichendes hochschulpolitisches Mandat eingeräumt, um sich im Rahmen ihrer Aufgaben zu positionieren. Die Verfasste Studierendenschaft hat dabei die weltanschauliche, religiöse und parteipolitische Neutralität zu wahren. Sie hat auch die Aufgabe, die politische Bildung und das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein der Studierenden zu fördern.
  2. Durch den Status als rechtsfähige Körperschaft wird der Verfassten Studierendenschaft die Möglichkeit gegeben, selbst Verträge abzuschließen oder z.B. mit den Verkehrsbetrieben über das Semesterticket zu verhandeln.
  3. Finanzautonomie: Die VS verwaltet eigenständig über ihre Mittel, die ihr aus dem Einzug von Beiträgen der Studierenden zur Verfügung stehen. Die VS muss jedoch eine/n Beauftragte/n für den Haushalt mit der Befähigung für den gehobenen Verwaltungsdienst bestellen, damit sichergestellt ist, dass ein ausreichendes Fachwissen im Finanzbereich zur Verfügung steht.
  4. Das Gesetz zur Einführung einer Verfassten Studierendenschaft gewährt den Studierendenvertretungen Satzungsautonomie. Dies bedeutet auch, dass durch das Gesetz kein Einheitsmodell für alle Hochschulen in Baden-Württemberg vorgeschrieben wird, sondern dass die Studierendenvertretungen jeweils ihre innere Organisation selbst durch Satzung festlegen können. Von zentraler Bedeutung ist dabei die sogenannte Organisationssatzung, die so etwas wie das „Grundgesetz“ oder die „Verfassung“ der Verfassten Studierendenschaft darstellt und über die in Freiburg im April (und ggf. Mai) von den Studierenden an der Albert-Ludwigs-Universität abgestimmt wird.


Zu den Details der Verfassten Studierendenschaft, der Entstehung des Gesetzes und zu wichtigen Fragen bezüglich der Satzung, Organisation etc. hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ausführliche und übersichtliche Informationen auf seiner Homepage bereitgestellt:

last modified Mar 24, 2015
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