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Schwerbehinderte

Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr hat gegenüber den schwerbehinderten Beschäftigten eine erhöhte Fürsorge- und Förderungspflicht, die über die allgemeine Fürsorgepflicht hinausgeht. Diese obliegt in erster Linie der Behördenleitung und den Stellen, die über die Einstellung und den Einsatz von Beschäftigten und Beamten entscheiden. Sie haben darauf hinzuwirken, dass Schwerbehinderte in dem vom Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) vorgeschriebenen Umfang ihren Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechend beschäftigt werden sowie diese weiterentwickeln können. In Fragen, die Schwerbehinderte betreffen, muss mit dem Beauftragten des Arbeitgebers, der Schwerbehindertenvertretung und dem Personalrat eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet werden.

Bitte beachten Sie die mit diesen Gremien geschlossene Integrationsvereinbarung!

Wer gehört zu dem durch das Schwerbehindertenrecht geschützten Personenkreis?

  • Schwerbehinderte
    Dies sind Personen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50. Die Schwerbehinderteneigenschaft muss durch einen gültigen Schwerbehindertenausweis nachgewiesen werden.
  • Gleichgestellte
    Dies sind Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, die von der Agentur für Arbeit gleichgestellt wurden (Gleichstellungsbescheid vorlegen lassen).
  • Behinderte
    Dies sind Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber mindestens 30, die aber (zumindest bisher) nicht von der Agentur für Arbeit gleichgestellt wurden (wird nur auf eigenen Antrag und nach bestimmten Kriterien vorgenommen).


Was ist bei einer Einstellung zu beachten, wenn sich ein Schwerbehinderter bewirbt?

Die Eingliederung Schwerbehinderter in das Berufsleben ist eine gesellschaftliche Aufgabe von hohem Rang. Daher haben alle Einstellungsbehörden stets sorgfältig zu prüfen, ob freie oder freiwerdende Stellen mit Schwerbehinderten, insbesondere bei der Agentur für Arbeit gemeldeten Schwerbehinderten, besetzt werden können. Der Arbeitgeber bzw. Dienstherr hat dabei die Schwerbehindertenvertretung und den Personalrat zu beteiligen. Das Verfahren bei Ausschreibungen und Einstellungen entnehmen Sie bitte dem Text unter den Stichworten "Einstellung von Personal", "Schwerbehinderte Bewerber im Berufungsverfahren" und dem Rundschreiben Nr. 1/2002.

Schwerbehinderteneigenschaft/Gleichstellung/Behinderung anerkannt ­ - was tun?

Der Anerkennungsbescheid über die Schwerbehinderteneigenschaft/Gleichstellung/Behinderung eines/r Mitarbeiters/Mitarbeiterin und der Schwerbehindertenausweis sind in Kopie dem Personaldezernat vorzulegen. Wird ein Schwerbehindertenausweis verlängert, gilt dasselbe (bitte Vor- und Rückseite kopieren). Das Personaldezernat teilt die Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft / Gleichstellung / Behinderung der Schwerbehindertenvertretung mit. Gleichzeitig informiert dieses den Schwerbehinderten/Behinderten und dessen Beschäftigungseinrichtung über den Anspruch auf Zusatzurlaub; Gleichgestellte haben keinen Zusatzurlaubsanspruch.

Ausgleichsabgabe

Für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz sind monatlich 180,-- € bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote von 2 bis unter 3 % (= Universität Freiburg) zu zahlen. Die Einstellung von Schwerbehinderten bzw. die Anerkennung von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen als Schwerbehinderte wirkt sich positiv hinsichtlich der Höhe der Ausgleichsabgabe aus. Schwerbehinderte oder gleichgestellte Auszubildende werden auf 2 Pflichtarbeitsplätze angerechnet.

Zusatzurlaub für Schwerbehinderte bzw. Behinderte

Alles Wissenswerte hierzu finden Sie unter dem Stichwort "Zusatzurlaub".

Teilnahme von Schwerbehinderten an Fortbildungsmaßnahmen

Zur Förderung Ihres beruflichen Fortkommens sind schwerbehinderte Menschen bei der beruflichen Weiterbildung bevorzugt zu berücksichtigen.

Besonderer Kündigungsschutz

Schwerbehinderte und Gleichgestellte genießen einen besonderen Kündigungsschutz (§ 85 SGB IX).


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Personaldezernat.

zuletzt verändert: 04.03.2015
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