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Exkursionen

Der folgende Überblick gibt verbindliche Richtlinien und Informationen zur Planung und Durchführung von Exkursionen an die Hand. Diese sind abhängig vom jeweiligen Studienfach und aus den Erfahrungen in der Praxis zu verstehen. Es obliegt den jeweiligen Exkursionsleitungen die Vorgaben zu beachten und die daraus resultierenden Entscheidungen verantwortlich und pflichtbewusst zu treffen.

 

I. Planung der Exkursion vor Antritt der Reise

 

1. Definition

Exkursionen dienen der „Durchführung von Lehrveranstaltungen an einem anderen Ort“. Es sind Studienfahrten oder Geländepraktika bzw. Lehrveranstaltungen zur Ausbildung der Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ihre Notwendigkeit ergibt sich aus den gültigen Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge.

Sie unterteilen sich in

  • Pflichtexkursionen, die in den gültigen Studien- und Prüfungsordnungen zwingend vorgeschrieben sind, um das Studienziel zu erreichen;
  • sonstige Exkursionen, die zur Ergänzung einer Lehrveranstaltung oder zur Vertiefung der Erkenntnisse im Studienfach notwendig erscheinen, die jedoch nicht Voraussetzung für den ordnungsgemäßen Studienabschluss sind.

Für diese Exkursionen gelten die nachfolgenden Richtlinien.
 

2. Teilnehmer

2.1 Immatrikulierte Studierende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,

2.2 Sonstige berechtigte Teilnehmer im Rahmen der Aus- und Weiterbildung,

2.3 Lehrpersonal der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wobei Exkursionen in der Regel durch das hauptamtlich tätige Lehrpersonal durchzuführen sind. In Ausnahmefällen können auch Lehrbeauftragte oder wissenschaftliche Hilfskräfte beauftragt werden.

2.4 Exkursionen werden in der Regel von zwei Personen geleitet. Ausnahmsweise kann ein Leiter/ eine Leiterin ausreichend sein, wenn der Exkursionszweck dies erlaubt. Dies ist insbesondere der Fall,

  • bei Exkursionen mit geringer Teilnehmerzahl oder
  • Exkursionen in unmittelbarer Nähe zu Freiburg oder
  • Tagesexkursionen oder
  • mehrtägige Exkursionen mit festem Standort, von dem aus Tagesexkursionen durchgeführt werden oder
  • Exkursionen an denen ein zusätzlicher Leiter von außerhalb der Universität beteiligt wird, z.B.: der Besitzer eines besuchten Steinbruches.

Die Entscheidung hierüber trifft die Exkursionsleitung.
 

3. Verantwortlichkeit

3.1 Die Verantwortung für die Durchführung der jeweiligen Exkursionen obliegt den einzelnen Fakultäten bzw. den Institutsleitungen, welche die Verantwortlichkeiten auf die jeweilige Exkursionsleitung übertragen können. Die Exkursionsleitung ist für die inhaltliche, organisatorische und finanzielle Planung der Exkursion verantwortlich. Diese wird im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses tätig. Werden wissenschaftliche Hilfskräfte mit der Durchführung der Exkursion beauftragt, liegt die Verantwortlichkeit bei der jeweiligen Exkursionsleitung.

3.2 Die Exkursionsleitung erstellt einen Exkursionsplan [pdf] unter Beifügung des Anmeldeformulars [pdf], der dem jeweiligen Studiendekan/der Studiendekanin und der jeweiligen Institutsleitung vorzulegen ist. Dabei ist auch die Transportart [pdf] anzugeben. Eine Ausfertigung des Anmeldeformulars wird beim Dekanat hinterlegt.

3.3 Die Exkursionsleitung ermittelt vor Antritt der Reise mögliche Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge einschließlich der im jeweiligen Land geltenden einschlägigen Arbeitsschutzvorschriften (sofern für Betriebsbesichtigungen relevant) und Notfallmaßnahmen. Über das Auswärtige Amt der Bundesrepublik werden weltweit Reiseinformationen sowie die Adressen der Auslandsvertretungen und Konsulate, die in allen rechtlichen Angelegenheiten und in Notfällen rund um die Uhr Hilfestellungen leisten, zur Verfügung gestellt. Bei Reisen in die USA holt die Exkursionsleitung Informationen über das zuständige deutsche Konsulat zum Verhalten bei Verkehrsunfällen im jeweiligen Bundesstaat ein und erkundigt sich insbesondere über die Stellung von Kautionen im Falle einer Inhaftierung.

Bei Reisen in die USA holt die Exkursionsleitung Informationen über das zuständige deutsche Konsulat zum Verhalten bei Verkehrsunfällen im jeweiligen Bundesstaat ein und erkundigt sich insbesondere über die Stellung von Kautionen im Falle einer Inhaftierung.

Exkursionen in die Tropen oder tropische Bereiche
Bei Exkursionen in die Tropen (zwischen 30° nördlich und 30° spüdlicher Breite) ist bezüglich der medizinischen Präventionsmaßnahmen eine Beratung beim Betriebsarzt durchzuführen. Umfang und einzelne Maßnahmen werden individuell auf das Zielland abgestimmt.
Betriebsärztlicher Dienst, Dr. med. Daniel Steinmann, Universität Freiburg, Breisacher Straße 86b, 79095 Freiburg, Tel.: +49 761 270 20110, daniel.steinmann@uniklinik-freiburg.de

3.4 Eine persönliche Haftung der Exkursionsleitung gegenüber der Universität kommt in der Regel nur bei Schadensverursachung durch grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz in Betracht.
 

II. Versicherungsschutz

 

1. Gesetzliche Unfallversicherung

1.1. Zuständig ist die Unfallkasse Baden-Württemberg, Waldhornplatz 1, 76131 Karlsruhe.

Die gesetzliche Unfallversicherung tritt nur für Unfälle ein, die sich in unmittelbarem Zusammenhang mit der Exkursionsveranstaltung ereignen. Versichert ist auch der direkte Weg zum und vom Ziel der Veranstaltung. Nicht dem Versicherungsschutz unterliegen private, eigenwirtschaftliche oder persönliche Angelegenheiten, wie z.B. der Kauf von Zigaretten, die Teilnahme an Tanzveranstaltungen.

1.2. Erleiden beamtete Lehrpersonen der Universität als Begleitperson anlässlich einer genehmigten Exkursion einen Dienstunfall, haben sie einen Rechtsanspruch auf Unfallfürsorge nach Abschnitt V des Beamtenversorgungsgesetzes.

1.3. Die Art des benutzten Beförderungsmittels (auch privates KFZ) ist ohne Einfluss auf die Frage des Versicherungsschutzes.

1.4. Durch die Unfallversicherung werden nur Personenschäden, nicht dagegen Sachschäden abgedeckt. Auch die Universität übernimmt für Sachschaden, z.B. am Kraftfahrzeug, keine Haftung.

1.5. Die Studierenden sind von der zuständigen Begleitperson bei der Besichtigung von Baustellen, Betrieben usw. auf die Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften und ggf. der besonderen betriebsinternen Vorschriften hinzuweisen.
 

2. Krankenversicherung der Studierenden

Studierende sind als Bestandteil ihrer Immatrikulation krankenversichert. Es ist jedoch empfehlenswert, sich vor Antritt einer Exkursion, besonders ins Ausland, mit der eigenen Krankenkasse in Verbindung zu setzen, um den Versicherungsschutz zu klären. Die gesetzliche Unfallversicherung deckt private Unfälle und Krankheiten, die nicht exkursionsbedingt sind (z.B. eine Blinddarmentzündung) nicht ab. Zu empfehlen ist daher der Abschluss eines privaten Auslandskrankenversicherungsschutzes mit Rücktransport, da die gesetzlichen Krankenkassen den Rücktransport in der Regel nicht leisten.
 

III. Erstattung der Kosten aus Exkursionsmitteln

Sowohl die Begleitperson(en) als auch die Studierenden erhalten aus den Exkursionsmitteln die nachfolgend näher genannten Erstattungen
 

1. Begleitperson(en)

Für die Exkursionsbegleitung ist ein Dienstreiseantrag (Vordruck P 80) erforderlich (Genehmigung durch die Zentrale UniversFeitätsverwaltung). Bei Pflichtexkursionen erhält die erste Begleitperson die erstattungsfähigen Exkursionsaufwendungen aus den der Fakultät hierfür zugewiesenen Mitteln (jeweilige Kostenstelle und Fonds 1000), die weiteren Exkursionsbegleiter(innen) aus dem Dekanefond oder aus Haushaltsmitteln. Die Begleitperson kann zugleich Exkursionsleiter(in) sein.

Erstattet werden die Kosten nach dem Landesreisekostengesetz, wenn durch die Fakultät keine Einschränkungen zu der Höhe der Erstattung vorgenommen werden.

Zur Abrechnung sind die Originalbelege oder Kopien, wenn sich die Originalbelege bei der Exkursionsabrechnung für die Studierenden befinden, spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der Exkursion einzureichen.
 

2.Studierende

Vor der Reise ist die Exkursion (Anmeldeformular [pdf]) bei der jeweiligen Institutsleitung anzumelden. Nach der Reise ist der Antrag zur Abrechnung an die jeweilige Fakultät zu richten. Diese leitet die Abrechnung mit der entsprechenden Kassenanordnung direkt an die Universitätskasse weiter.

Wird die Exkursion mit privaten PKW durchgeführt, ist dem Antrag ein "Haftungsausschluss" mit folgendem Text beizufügen:

"Haftungsausschluss"

Exkursion nach......am......Institut/Seminar........Ich stelle meinen PKW für diese Exkursion zur Verfügung und werde andere Studierende (oder Begleitpersonen) mitnehmen. Ich bin darüber belehrt worden, daß dies auf eigene Gefahr geschieht und die Universität im Schadensfalle jede Haftung ausschließt. Datum/Unterschrift des PKW-stellenden Teilnehmers".

Erstattungsfähige Aufwendungen der Studierenden werden aus Instituts-/Seminarmitteln oder aus dem Dekanefond getragen (den Einrichtungen zugewiesene Exkursionsmittel).

Erstattet werden können die Fahrtkosten (Höchstgrenze Bahnkosten II. Klasse bzw. preisgünstigere Angebote), Jugendherbergs- oder Hotelkosten (nur in besonderen Einzelfällen stattdessen Tage- und Übernachtungsgeld) sowie unbedingt erforderliche Nebenkosten (z.B. Eintrittsgelder).

Studierende reichen nur Originalbelege ein. Die Gesamtabrechnung nimmt die Fakultät ohne Beteiligung der Zentralen Universitätsverwaltung vor.
 

IV. Notfallmaßnahmen

1.1 Vor Antritt einer Exkursionsreise ins Ausland sind, soweit Ziff.1.3. nicht anwendbar ist, Erkundigungen über Hilfe in rechtlichen Angelegenheiten und in Notfällen über das jeweilige Deutsche Konsulat einzuziehen. Zu finden über http://www.auswaertiges-amt.de. Sie erhalten hier Reiseinformationen weltweit. Die Konsulate halten Notrufnummern für ihre Erreichbarkeit während und außerhalb der Arbeitszeiten vor. Diese sind vor Beginn der Reise zu notieren.

1.2 Es sollte innerhalb der Exkursionsgruppe neben der Exkursionsleitung eine Stellvertretung bestimmt werden, die in Fällen der Verhinderung der Exkursionsleitung für die Gruppe tätig werden kann.

1.3 Innerhalb von an Deutschland angrenzenden europäischen Ländern kann auch eine Direktverbindung mit der Universität möglich sein. Für solche Fälle ist die Notrufnummer 0761/ 203-2266 eingerichtet. Der Notruf ist Tag und Nacht besetzt und geht bei dem Wach- und Sicherheitsunternehmen Ziemann in Schallstadt ein. Dieses leitet den Notruf an Mitarbeiter des Rektorats weiter.

In Fällen, in denen die Universität unmittelbar kontaktiert werden kann bzw. der Exkursionsleiter dies für erforderlich hält, ist Kontaktperson im Rektorat der zuständige Prorektor für Forschung und Medizinische Angelegenheiten. Dieser wird, soweit eine anderweitige Versorgung nicht sichergestellt werden kann, in Notfällen die Versorgung der Verletzten durch Ärzte des Universitätsklinikums veranlassen und ggf. für die Rückführung der Verletzten sorgen. Sofern erforderlich, wird Kontakt mit den durch einen Unglücksfall in Anspruch genommenen Krankenhäusern aufgenommen.

1.4 Der Rektor wird bei Unglücksfällen unbürokratisch für Hilfestellungen vor Ort sorgen. Diese kann auch darin bestehen, dass ein Mitarbeiter/ eine Mitarbeiterin der Universitätsverwaltung (ggfls. die Justiziarin) die notwendigen Maßnahmen vor Ort begleitet.

1.5 Die psychotraumatologische Ambulanz [pdf] an der chirurgischen Universitätsklinik Freiburg leistet bei psychischen Unfallfolgen im Rahmen ihres Angebots über Berufsgenossenschaftliche Heilverfahren psychische Unterstützung.

zuletzt verändert: 27.07.2018
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