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Befristete Arbeitsverträge

Grundsatz im Arbeitsrecht: Für befristete Arbeitsverträge bedarf es eines Befristungsgrundes, dieser muss im Antrag P6 angegeben werden, sonst ist eine Bearbeitung nicht möglich (siehe auch Rundschreiben Nr. 5/2007 vom 25.05.2007).

  1. Befristungen nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) - gilt für alle Arbeitnehmer -

    • Die Befristung eines Arbeitsvertrages ist zulässig, wenn sie durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist. Ein sachlicher Grund liegt insbesondere vor, wenn

      • der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht (z.B. Aushilfe)
      • die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt, um den Übergang des Arbeitnehmers in eine Anschlussbeschäftigung zu erleichtern
      • der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitsnehmers beschäftigt wird
      • die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung rechtfertigt
      • die Befristung zur Erprobung erfolgt
      • in der Person des Arbeitsnehmers liegende Gründe die Befristung rechtfertigen
      • der Arbeitnehmer aus Haushaltsmitteln vergütet wird, die haushaltsrechtlich für eine befristete Beschäftigung bestimmt sind und er entsprechend beschäftigt wird
      • die Befristung auf einem gerichtlichen Vergleich beruht
    • Die Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist als erstmalige Beschäftigung zum Land Baden-Württemberg bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Eine frühere Beschäftigung als HiWi zur Universität Freiburg oder einer anderen Baden-Württembergischen Universität lässt eine Anwendung dieses Befristungsgrundes nicht mehr zu.

  2. Befristungen nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) in der Qualifizierungsphase für akademische Mitarbeiter

    • Auf der Grundlage des WissZeitVG ist eine befristete Beschäftigung von wissenschaftlich tätigem Personal auf eine Höchstdauer von 12 Jahren (sog. Qualifizierungsphase) begrenzt. Für nicht promovierte Arbeitnehmer ist aber nach 6 Jahren Schluss. Eine Promotion muss nicht angestrebt werden. Nach abgeschlossener Promotion ist ebenfalls eine Befristung bis zu einer Dauer von sechs Jahren möglich, insgesamt also höchstens 12 Jahre.
      Beschäftigungszeiten vor der Promotion, die weniger als 6 Jahre betragen oder Promotionszeiten ohne Beschäftigung können die höchstzulässige Beschäftigungszeit nach erfolgter Promotion entsprechend verlängern.
      Sofern während der Qualifizierungsphase eine Befristung wegen eines Drittmittelprojekts erfolgt, so ist diese Zeit auf die Höchstbeschäftigungsdauer anzurechnen.

    • Die insgesamt zulässige Befristungsdauer von 12 Jahren kann bei Betreuung eines oder mehrerer Kinder unter 18 Jahren um zwei Jahre je Kind verlängert werden. Auf die Verlängerung besteht jedoch kein Anspruch.
      Die jeweilige Dauer eines befristeten Arbeitsvertrages verlängert sich mit Einverständnis des Beschäftigten in einigen Fällen, z.B. um Zeiten der Inanspruchnahme von Elternzeit, Zeiten des Grundwehr- und Zivildienstes etc. Genauere Auskünfte hierzu erteilt Ihnen der jeweils zuständige Personalsachbearbeiter.
      Weitere Befristungen auf Grundlage des TzBfG sind auch nach voller Ausschöpfung der 12 Jahre möglich.

  3. Befristung nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz wegen Drittmittelbefristung für wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches Personal

    Voraussetzung ist, dass

    • die Beschäftigung überwiegend aus Mitteln Dritter finanziert wird,
    • die Finanzierung für eine bestimmte Aufgabe und Zeitdauer bewilligt ist,
    • und der/die Mitarbeiter/Mitarbeiterin überwiegend der Zweckbestimmung dieser Mittel entsprechend beschäftigt wird.

    Unter diesen Voraussetzungen ist sowohl die befristete Beschäftigung von wissenschaftlichem Personal als auch die Befristung von nichtwissenschaftlichem Personal möglich.

 


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Personaldezernat.

zuletzt verändert: 02.02.2016
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