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Anlagenumbuchung

Die ZUV geht bei der An-/Beschaffung eines Wirtschaftsgutes (Anlagevermögen bzw. Investitionsgut) davon aus, dass die tatsächliche Nutzung des Wirtschaftsguts der finanziellen Abwicklung entspricht. D.h. sofern ein Wirtschaftsgut bei der Anschaffung ausschließlich über ein Projekt finanziert wurde, geht die ZUV davon aus, dass das Wirtschaftsgut tatsächlich auch nur für dieses Projekt genutzt wird. Sofern die tatsächliche Verwendung von der Finanzierung im Zeitverlauf abweicht, muss das Institut bzw. die Einrichtung die geänderte Nutzung der ZUV unverzüglich mitteilen.

Sofern ein Projekt inhaltlich beendet ist, d.h. in dem Sinne, dass keine Leistungen mehr an den Geldgeber erbracht werden, und noch Wirtschaftsgüter (Anlagevermögen) dem Projekt zugeordnet sind, muss das Institut zwingend eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung treffen. Die Entscheidung der zukünftigen Nutzung ist drei Wochen vor dem Ende des Projektes der Anlagenbuchhaltung schriftlich mitzuteilen. Über das Projektende werden die Einrichtungen mit einer Vorlaufzeit von rund sechs Wochen informiert.

Handelt es sich dabei um ein steuerlich relevantes Projekt eines Betriebs gewerblicher Art, bspw. Auftragsforschungstätigkeit oder Tätigkeit im Rahmen der Anwendung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse, wurde bei der Anschaffung des Wirtschaftsguts der Vorsteuerabzug geltend gemacht.

Bei Wirtschaftsgütern, die noch einen tatsächlichen Restwert aufweisen und noch nicht vollständig abgeschrieben sind, ist folgende Fallunterscheidung zu beachten:

  • Fall 1
    Soll das Wirtschaftsgut für die Akquise oder Durchführung eines neuen Projektes im Rahmen derselben steuerlich relevanten Tätigkeit genutzt werden (d.h. ein Projekt desselben Betriebs gewerblicher Art), ergeben sich keine finanziellen und steuerlichen Auswirkungen. Nach Zugang einer solchen Nutzungsmitteilung wird das Wirtschaftsgut von dem beendeten Projekt auf ein sog. Sammel-Projekt in demselben Tätigkeits-Geschäftsbereich umgebucht. Am Ende eines jeden Wirtschaftsjahres muss das Institut/die Einrichtung der ZUV schriftlich mitteilen, ob die Nutzung weiterhin im selben Tätigkeitsbereich erfolgt. Nach Ablauf des Geschäftsjahres muss das Wirtschaftsgut auf ein Nachfolgeprojekt im selben Geschäftsbereich bzw. Betrieb gewerblicher Art umgebucht sein. Wirtschaftsgüter, die einem Projekt im Geschäftsbereich 1006 (gemeinnützige Auftragsforschung mit Projektbeginn vor dem 1.1.2011) zugeordnet sind, können ausschließlich über Fall 2 abgebildet werden.
  • Fall 2
    Sofern das Wirtschaftsgut nach Projektende ausschließlich für hoheitliche und damit steuerlich nicht relevante (Grundlagen-) Forschungs-/Lehrtätigkeiten genutzt wird, resultiert aus der Nutzungsänderung zwingend ein Verkauf. D.h. das neue Projekt bzw. die Kostenstelle, für das das Wirtschaftsgut zukünftig genutzt wird, wird regelmäßig in Höhe des tatsächlichen Wertes bzw. des Restbuchwerts des Wirtschaftsguts zuzüglich 19% Umsatzsteuer (Sonderfall Geschäftsbereich 1006 mit 7%) finanziell belastet. Das abgebende Projekt erhält den Netto-Verkaufserlös gutgeschrieben.
  • Fall 3
    Wird das Wirtschaftsgut zukünftig ausschließlich für eine steuerlich relevante Tätigkeit in einem anderen Bereich/anderer Betrieb gewerblicher Art genutzt (bspw. Ende eines Auftragsforschungsprojektes und zukünftige Nutzung im Bereich der Anwendung gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse), wird das abgebende bzw. das aufnehmende Projekt entsprechend mit dem Netto-Verkaufserlös ent- bzw. belastet.

Für weitere Fragen zur Anlagenumbuchung und zur Anlagenbuchhaltung wenden Sie sich an die Anlagenbuchhaltung, Tel.: 203-4338, Fax: 203-4442, E-Mail: anlagenbuchhaltung@zv.uni-freiburg.de.

Für Fragen zur steuerrechtlichen Behandlung der Anlagenumbuchung wenden Sie sich an Herr Dr. Bastian Schmidt, Allgemeine Rechtsangelegenheiten, Stiftungsrecht - Abteilung Stiftung und Vermögen/Steuern, Telefon: 203-4398, E-Mail: bastian.schmidt@zv.uni-freiburg.de.
 

zuletzt verändert: 15.08.2016
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